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Derzeit stehen in der Schweiz rund 60‘000 Mietwohnungen leer. Die meisten davon sind Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Betroffen sind vor allem ländliche Gemeinden fernab der grossen Zentren. In Grossstädten wie Zürich oder Lausanne ist die Wohnungssuche immer noch schwierig.

Nachfrage und Angebot passen nicht zusammen

Gerade in den Zentren ziehen es immer mehr Menschen vor, allein zu leben. Seit den späten Sechzigerjahren steigt die Zahl der Einpersonenhaushalte. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in den Städten und den Agglomerationen, wo diese Wohnform bereits gegen 45 bzw. 35% ausmacht und damit die beliebteste überhaupt ist (Quelle BFS). Demgegenüber liegt der Anteil der Ein- bis Zweizimmerwohnungen schweizweit bei 18%. Für Alleinlebende sind grössere Wohnungen kaum erschwinglich. Das führt dazu, dass bei den kleinen Wohnungen die Nachfrage das Angebot deutlich übertrifft. Was den Preisen weiteren Auftrieb verleiht.

Die Mieten fallen – ausser in den Städten

Die seit Jahren anhaltende ausgeprägte Neubautätigkeit wird sich auch in naher Zukunft kaum abschwächen, zumindest solange die Investitionen in den Immobilienmarkt höhere Renditen abwerfen als der Kapitalmarkt. Der Leerwohnungsbestand wird weiter zunehmen, auch weil gleichzeitig das Nachfragewachstum schwächer wird. Insbesondere aus der Europäischen Union sind in den vergangenen Jahren weniger Menschen in die Schweiz eingewandert. Das hat zur Folge, dass die Mietpreise schweizweit zwar weiter sinken könnten. Städtische Wohnungen im tiefen bis mittleren Preissegment bleiben dennoch Mangelware. New York und Berlin machen es vor: Der vermehrte Bau von Mikrowohnungen mit weniger als 30 Quadratmetern, könnte auch die Situation in  Schweizer Städten verbessern.

Quelle: Handelszeitung

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